Chronik des SC Matting von 1971 – 1979

Die 70er Jahre

Der Sportclub Matting wurde am 18. Dezember 1971 im Gasthaus Fänderl in Matting gegründet. 57 Mitglieder trugen sich in der Gründungsurkunde ein.

Zum ersten offiziellen Spiel trat der SCM am 4. März 1972 in Burgweinting um 15.30 Uhr gegen die Saba-Werke an. Vom Ehrgeiz besessen, spielten die Mattinger wie die Weltmeister und gewannen zur Freude der Fans mit 6:2. Den Sieg errangen die Spieler Franz Lammel, Georg Schiller, Rudolf Schaller, Josef Gleixner, Alois Eisvogel, Franz Appoltshauser, Ludwig Riepl, Karl-Heinz Buchwald, Albert Trübswetter, Christian Appoltshauser und Adolf Knittl. Als Ersatzmänner waren aufgestellt: Josef Kammermeier, Josef Stuhlfelder, Josef Dietz, Ludwig Huber und Franz Reil. Klaus Bohl fungierte als Betreuer.

Pokalturnier in Endorf 1972

Drei Monate später hatten die Fußballer erneut Grund zum Feiern. Bei ihrer ersten Teilnahme an einem Pokalturnier gingen sie, zur Überraschung aller, als Sieger hervor. Der SC Endorf lud vom 28. Mai bis 4. Juni 1972 zum Turnier ein. Im ersten Spiel besiegte Matting den TV Etterzhausen mit 3:1 und im Endspiel den SV Aichkirchen mit 2:1. So ist es verständlich, dass der gefüllte Pokal bei der anschließenden Feier mehrmals die Runde machte.

Die erste Jugendmannschaft

Bereits im gleichen Jahr konnte eine Jugendmannschaft gegründet werden. Ihr erstes Spiel trugen sie in Prüfening am 8. April gegen die B-Jugendmannschaft der Stadtwerke Regensburg aus. Auch die Junioren konnten ihr erstes Spiel mit 5:4 gewinnen. Aufgestellt waren: Otto Appoltshauser, Franz Schiller, Helmut Stuhlfelder, Josef Appoltshauser, Franz Weinzierl, Helmut Seidl, Rudolf Knittl, Albert Weikl, Xaver Riepl, Rudolf Appoltshauser, Josef Weinzierl. Auf der Ersatzbank saßen Roland Graf, Manfred Stuhlfelder und Georg Appoltshauser. Trainer der Jugend war Eduard Stuhlfelder und ihr Betreuer Adolf Knittl.

Die erste Reservemannschaft

Da so viele aktive Fußballer im Verein waren, konnte eine Reservemannschaft gebildet werden. Ihr erstes Spiel trugen sie in Kapfelberg am 1. Juli 1972 gegen die heimische Reserve aus. Die siegesgewohnten Mattinger verloren diesmal 5:0 mit folgender Aufstellung: Franz Lammel, G. Wild, H. Bauer, Ernst Rabenhofer, Eduard Stuhlfelder, Ludwig Huber, Josef Stuhlfelder, Albert Brunner, Albert Trübswetter, Josef Dietz, Heinrich Huber. Als Ersatzmänner standen Josef Kammermeier und Josef Huber bereit. Die Mannschaft betreute Eduard Stuhlfelder sen.

Die erste Saison

Beim ersten Punktspiel der Saison 1972/73 in Prüfening gegen den SC Regendorf holten wir uns eine deftige Niederlage mit 1:9. Der erste Sieg gelang im 9. Meisterschaftsspiel auswärts gegen Nittendorf mit 3:2. Am Ende der Saison belegten wir mit 8:38 Punkten und 37:98 Toren den vorletzten Platz.

Sportplatzweihe und Pokalturnier 1973

Mit der Sportplatzeinweihung am 30. Juni und 1. Juli 1973 ging ein langgehegter Wunsch der sportbegeisterten Dorfbewohner in Erfüllung. Mit Pauken und Trompeten marschierten die Mitglieder und Freunde zum neuen Fußballplatz zwischen Kirche und Donau, dem Pfarrer Eich im Rahmen eines Feldgottesdienstes den Segen der Kirche erteilte. Bürgermeister Wolf bezeichnete den Sportplatz als „letzten Wunsch“ der bis 1972 eigenständigen Gemeinde Matting, zu dessen Anlage viele Kräfte beigetragen haben. Im Takt der Blaskapelle Viehhausen ging es dann ins Gasthaus Fänderl.

Sportliches Ereignis war ein Pokalturnier, bei dem folgende Mannschaften antraten: TSV Großberg, SpVgg Kapfelberg, SpVgg Stadtwerke Regensburg-Prüfening und SC Matting.

Wenn es auch immer wieder Niederlagen und Rückschläge gab, so kämpfte der junge SC Matting im Mittelfeld der C-Klasse. Ab der Saison 1974/75 konnten zwei Schülermannschaften angemeldet werden. Um die Spielstärke zu steigern konnte im Mai 1975 Bernd Nothaas aus Bad Abbach (Spieler mit Bayernliga-Erfahrung) als Spielertrainer verpflichtet werden. Diese Trainerverpflichtung sollte sich als Glücksgriff erweisen. Große Erfolge konnten bei Pokal- und Meisterschaftsspielen erzielt werden. Den Höhepunkt bildete 1977 mit ihm der Aufstieg als Vizemeister in die B-Klasse. Nachdem Abgang von Trainer Bernd Nothaas konnte die B-Klasse leider nicht erhalten werden.

Den ersten Meistertitel für den Verein konnte in der Saison 1977/78 die C-Jugend mit einem Punktestand von 31:5 und einem Torverhältnis von 75:21 erringen. Torschützenkönig wurde Albert Brunner mit 22 vor Raimund Huber mit 21 Treffern.

Kurioses gibt es von einem Pokalturnier im August 1978 zu berichten, bei dem es im Vorrundenspiel gegen den FC Viehhausen zum Elfmeterschießen kam. Erst nach 31 Elfmetern konnte das Spiel gewonnen werden. Die A-Jugend musste nach erfolgreichen Spielen im Sparkassenturnier ausscheiden, da der Platz wegen Überschwemmung nicht bespielbar war.

Für die Saison 1978/79 wurde Trainer Dieter Böckl verpflichtet. Oberstes Ziel war der Wiederaufstieg in die B-Klasse, welches nach der Herbstmeisterschaft, Vizemeisterschaft und Aufstiegsspielen auch erreicht werden konnte.

Aktivitäten und Ausflüge

Auch gesellschaftlich machte der SC Matting von sich reden. So fand im Februar 1975 ein Faschingsspiel zu Gunsten von Aktion Sorgenkind statt, bei dem über 1000,- DM gespendet werden konnten.

Und wer erinnert sich nicht gerne an die Ausflüge des SC Matting nach Italien, Österreich und zum FC Bayern mit zünftigem Oktoberfestbesuch, oder an die ersten Silvester- und Maskenbälle (Lumpenbälle) des SCM im Gasthaus Fänderl. Bei den Weihnachtsfeiern können sich sicher noch viele Spieler an die Worte des Nikolauses erinnern. Weitere Aktivitäten waren Schafkopfturniere und 1976 ein Bürgerfest, bei dem der bayerische Meister im Turngruppenwettstreit, der TV 1873 von Würzburg, das Programm auflockerte.

Chronik des SC Matting von 1971 – 1979
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