Im September 1977 trafen sich 22 interessierte Mädchen und Frauen zu einer Sitzung im Nebenzimmer im Gasthaus Fänderl. Die Gymnastikabteilung wurde ins Leben gerufen, von Spöttern (die der Abteilung wenig Chancen gaben), bald auch Hupferclub genannt.

Der damalige Vereinsvorstand Heinz Buchwald zeigte sich sehr erfreut über das Vorhaben und gab der Gymnastikgruppe seine Zustimmung. Als Abteilungsleiterung wurde Margit Hinz gewählt. Am 5. Oktober 1977 fand unter ihrer Führung in der Schule von Oberndorf die erste Turnstunde statt. Bald stieg die Zahl der aktiven Turnerinnen auf 41 Mitglieder an, für so viele Sportlerinnen war die Halle zu klein. So turnten die Mädchen am Mittwoch unter der Leitung von Hannelore Brunner und die Frauen weiterhin am Donnerstag nach der Pfeife von Margit Hinz.

Das älteste aktive Mitglied war damals 55 Jahre und das jüngste 15 Jahre alt. Die Beteiligung von 24 Teilnehmerinnen pro Turnabend lässt darauf schließen, wie richtig die Entscheidung war, auch für Frauen innerhalb des Vereins die Möglichkeit zu schaffen, sich sportlich zu betätigen. Nach dem Verkauf des Oberndorfer Schulhauses wurden die Turnstunden in die Sporthalle der Großberger Schule verlegt. Es wurde jeden Donnerstag, außer in den Schulferien, fleißig trainiert.

Für einen guten Zusammenhalt sorgte stets die Verbindung von sportlicher Betätigung und geselligen Aktivitäten. So gings auch mal kurz entschlossen nach der Turnstunde zum Essen – ob gut bürgerlich, exotisch, Pizza oder Eis – in lustiger Gesellschaft schmeckte es am besten. Um das „Sommerloch“ zu füllen, wurden Radltouren geplant, bei denen zur Kräftigung von Bein- und Sitzmuskulatur eine Einkehr mit gepflegter Brotzeit und einer Radlmaß nicht fehlen durfte.

Auch beim Sommernachtsfest jedes Jahr war die Gemeinschaft fast vollzählig vertreten, die Stimmung ließ nicht zu wünschen übrig. Jedes Jahr wurde auch eine Weihnachtsfeier abgehalten. So sorgte hierbei der Nikolaus, daß manchmal kleine Schwächen der Turnerinnen ans Licht kamen. Gedichte, Geschichten und Lieder gaben dieser Feier stets einen festlichen Rahmen und sorgten für adventliche Stimmung. Ein zünftiger Weiberfasching wurde auch jedes Jahr veranstaltet. Am „unsinnigen Donnerstag“ luden die Turnerinnen die Frauen und Mädchen ringsum zum närrischen Treiben ein. Bei Tombola, Sketchen, lustigen Spielen und fröhlichem Tanzen wurde sich vergnügt.

Seit Anfang der 2000er Jahre wird nicht mehr soviel geturnt, da sich die Damen ihre freie Zeit lieber beim Nordic Walking, beim Radfahren oder beim Stockschießen vertreiben.

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